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Gnaeus Pompeius Magnus war einer der Männer der Dreimännerherrschaft des Römischen Reiches. Er floh aus Rom mit seinen Truppen, als Caesar ihn zum Staatfeind erklärte. Er wurde bei der weiteren Verfolgung 48 v. Chr. in Ägypten ermordet.

Biografie Bearbeiten

Ursprung Bearbeiten

Am 29. September 106. v. Chr. wurde Gnaeus Pompeius als Sohn des Gnaeus Pompeius Strabo in eine ehrwürdige Senatorenfamilie hinein geboren. Sein Vater war Konsul von  89 v. Chr.  bis 60 v. Chr gewesen. Schon früh zeigte Pompeius seine militärischen Fähigkeiten, als er zusammen mit seinem Vater an der Seite von Lucius Cornelius Sulla gegen Gaius Marius und Lucius Cornelius Cinna auf Sizilien und in Afrika kämpfte. Zu diesem Zeitpunkt war er erst 17 Jahre alt. Sechs Jahre später, also 83 v. Chr. gelang es ihm sogar drei Legionen aufzustellen, mit deren Hilfe Sulla einen großartigen Sieg errang. Obwohl er bis dahin noch kein einziges Staatsamt bekleidet hatte, wurde ihm als Imperator der Triumph bewilligt. Er strebte weiter nach militärischer und politischer Macht, in dem er die Anhänger von Marcus Aemilius Lepidus besiegte und sie aus Italien vertrieb. Weiter ging er nach Spanien und zerstörte dort die marianische Partei. Gleich nach seiner Rückkehr beendete er den vom Sklaven Spartakus angestifteten Sklavenaufstand. Nicht zuletzt aufgrund dieser Verdienste, aber auch durch sein extremes Machtbewusstsein, gelang es ihm zusammen mit Marcus Licinius Crassus als Konsul für das Jahr 70 v. Chr. gewählt zu werden.

Ruhm und Ehre Bearbeiten

Nachdem er 67 v. Chr. das Mittelmeer von Piraten befreit hatte, wurde ihm das Kommando im Krieg gegen Mithridates VI. Eupator übertragen. Wieder zeigten sich seine militärischen Stärken, denn er besiegte nicht nur Mithridates im Jahr 66 v. Chr., sondern auch den König Tigranes den Großen von Armenien und Antiochos XIII., dessen Königreich Syrien er an die römischen Herrschaftsgebiete angliederte, womit er das Staatseinkommen und auch seinen persönlichen Reichtum erheblich vermehrte. Er stellte dabei auch Kontakt zum Partherreich her und konnte diesem nicht nur seine militärische Macht vorführen, sondern erreichte auch ein Abkommen mit Phraates, dem Großkönig der Parther. 61 v. Chr. kehrte er somit zum dritten Mal glorreich nach Rom zurück und bekam den Beinamen Magnus (Der Große). In den Jahren zuvor war es ihm gelungen zahlreiche Ländereien als neue Provinzen Asien und Kleinasien einzurichten. Auch viele Königreiche und Fürstentümer wurden als Klientelreiche faktisch dem Einfluss und der Gnade Roms unterstellt.

Pompeius Magnus

Pompeius Magnus in der Serie Rom

Beim Römischen Senat kamen jedoch durch diese großartigen Erfolge Misstrauen und Befürchtungen auf, dass Pompeius eine Alleinherrschaft anstrebe und die Senatoren bewilligten ihm aus diesen Gründen die Anforderung auf Landanweisungen zur Versorgung seiner Veteranen nicht. Verärgert wandte er sich daraufhin gegen die aristokratische Partei und schloss mit Gaius Julius Caesar und Crassus ein politisches Abkommen privater Natur, das erste Triumvirat. Diese ungesetzliche „Dreimännerherrschaft“ sollte sicherstellen, „dass nichts im Staate geschehen solle, was einem von den Dreien missfiele“ (Sueton). Durch die Heirat von Pompeius und der Tochter des Caesars, Julia, wurde dieses Bündnis noch zusätzlich verstärkt.

Bürgerkrieg Bearbeiten

Ende der Dreimännerherrschaft Bearbeiten

Dieser Dreibund hielt jedoch nicht sehr lange, denn das Verhältnis zwischen Pompeius und Crassus wurde immer angespannter und die Erfolge Caesars, die er seit 59 v. Chr. in Gallien feierte, machten Pompeius eifersüchtig. Dennoch wurde das Bündnis 56 v. Chr. in Lucca erneuert. Crassus und Pompeius schafften es mit einem interregnum (Verhinderung der Konsulwahlen) sich selber wählen zulassen, wodurch Pompeius Spanien als Prokonsulat bekam. 54 v. Chr. starb jedoch seine Frau Julia und ein Jahr danach wurde Crassus in Syrien getötet. So lockerte sich das Bündnis immer mehr und mehr. In Rom war die Situation von ständig steigenden Unruhen geprägt, was schlussendlich verlangte, dass Pompeius 52 v. Chr. zum alleinigen Konsul gewählt wurde, um die innere Ordnung in Rom wieder herzustellen.

Bürgerkrieg Bearbeiten

Er wurde von der aristokratischen Partei unterstützt, welche den Ehrgeiz Caesars kontrollieren und seine Befugnisse einschränken wollten. Deshalb forderten sie von Caesar sein Amt abzulegen und nach Rom zurückzukehren. Dieser wollte jedoch nur darauf eingehen, wenn Pompeius das Gleiche täte. Daraufhin forderte der Senat einen bedingungslosen Rücktritt und drohte, ihn sonst zum Staatsfeind zu erklären. Caesar willigte nicht ein und überschritt 49 v. Chr. den Rubicon, womit er den Bürgerkrieg als eröffnet erklärte.

Darauf hin floh Pompeius aus Rom, weil Caesar schnell und sicher auf Rom zu marschierte. Mit Pompeius floh der gesamte Senat sowie ein Großteil der höheren Adeligen nach Griechenland. Nach mehreren Kämpfen bei Pharsalos im Norden Griechenlands wurden Pompeius´ Heere geschlagen und er floh deshalb 48 v.Chr nach Alexandria, da der Senat ihn schlagartig zum "Beschützer" des noch minderjährigen ägyptischen Königs Ptolemäus I. befohlen hatte. Jedoch wurde er dort am 28. September 48 v. Chr. auf geheiß selbigen Königs getötet. Angeblich wurde Caesar Pompeius' Kopf geschickt, worauf dieser Tränen über dessen Verlust vergossen haben soll.

Hinter den Kulissen Bearbeiten

Bei der Serie Romwurde Pompeius Magnus von den Schauspieler Kenneth Cranham gespielt. Gaius Pompeius Magnus ist das Urgestein der römischen Armee; Eroberer der Provinzen Syrien und Spanien. In einer Gesellschaft, in der Soldaten zu Superstars werden, schafft es der ehemalige Provinzbürger Pompeius, zum allseits bewunderten Nationalhelden aufzusteigen. Als „alternder Löwe“, dessen beste Zeit zur Neige geht, genießt Pompeius ein bequemes, ruhiges und ehrenvolles Leben. (Beschreibung der Person in der Serie)

Quelle Bearbeiten

  • Rom (Buch)

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