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Konsul

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Die Konsulen waren die höchsten  Beamten in der römischen Republik bis zum Beginn der Kaiserzeit und die obersten Mitglieder der Regierung. Des Weiteren war ein Konsul ein militärischer Amtsinhaber, er hielt das Imperium inne und damit waren beide Konsuln die obersten Befehlshaber über das römische Heer. Es gab immer zwei Konsuln, die sich gegenseitig kontrollierten. Jedes Jahr wurde das Amt von der Römischen Volksversammlung neu gewählt. In den ersten Jahren der Republik konnten nur Patrizier das Amt belegen. Als durch eine Reform auch Plebejer in das Amt gelangen konnten, kam es zu Machtkämpfen zwischen den Bevölkerungschichten der Republik. Durch eine weitere Reform wurde das Amt auf eine Altersstufe beschränkt. Diese Reform löste den Kampf nicht, sondern schärfte ihn.

Der Konsul wurde nach seiner Amtszeit im Senat aufgenommen, wobei er in der Regel jedoch schon lange vorher in den Stand eines Senators gelangt war. Seine Stimme hatte immer mehr Gewicht bei den Senatoren als z.B von einem ehemaligen Volkstribun.

MachtbefugnisseBearbeiten

Dank des Imperiums unterstand ihnen die militärische und zivile Verwaltung der Republik, sowie die Gerichtshoheit, das Recht zur Ernennung von Senatoren, das Recht Senat und Volksversammlung einzuberufen, die Versammlungen zu leiten, Gesetzesanträge zu stellen und Wahlen abhalten zu lassen. Uneingeschränkt ist ihre Befehls- und Strafgewalt allerdings nur außerhalb der Stadt Rom durch das imperium militiae. Durch das imperium domi gibt es für sie innerhalb der Stadt gewisse Einschränkungen in deren Ausübung. In Krisenzeiten konnte der Senat jedoch einen Belagerungszustand ausrufen und diese Einschränkungen auch innerhalb der Stadt aufheben.

Einschränkungen erhielt das Amt der Konsuln durch seine Bindung an den Senat, insbesondere in der Außenpolitik, der Finanzverwaltung und auch durch das Volk, welches die Möglichkeit der tribunizischen Interzession hatte. Mit der Zeit wurden weitere Ämter geschaffen, welche ebenfalls Befugnisse der Konsuln erhielten und somit deren allumfassenden Machtbereich einschränkten. So wurde 367 v. Chr. die ordentliche Gerichtsbarkeit an den Prätor übertragen, während dem Konsul die Strafrechtspflege und die extraordinaria cognitio blieb. 366 v. Chr. wurde ihnen der census genommen und die Zensur anderen Beamten übertragen. 312 v. Chr. mussten sie die lectio senatus abgeben. Dennoch blieb den Konsuln gegenüber allen untergeordneten Beamten das ius intercedendi gegen ihre noch nicht vollzogenen Amtshandlungen.

Da es durch den jährlichen Wechsel gerade im Bereich der militärischen Befugnisse durchaus zu Problemen kommen konnte, gab es die Möglichkeit durch eine Amtsverlängerung, dem sog. prorogatio imperii, diese zu umgehen.

WahlBearbeiten

In der comitia centuriata geschieht die Wahl der Konsuln. Erst seit 367 v. Chr. waren auch Angehörige der Plebs für das Amt eines Konsul zugelassen. Aber erst 342 v. Chr. wurde einer der Konsuln regelmäßig aus den Reihen der Plebejer gewählt. Eine Voraussetzung für dieses Amt war der cursus honorum, welcher in der lex Villia annalis festgelegt wurde. Damit wurde es praktisch zur Bedingung zuvor bereits die Prätur bekleidet und ein intervall von 2 Jahren eingelegt zu haben. Laut Cicero wissen wir, dass man üblicherweise erst im Alter von 43 Jahren und damit auch ausreichender politischer Erfahrung in das Amt eines Konsul gelangen konnte. Starb ein Konsul während seines Amtsjahres gab es eine Nachwahl, die sogenannte comitia suffectus.Eine Ausnahme gab es aber in der alten Repuplik , sowohl bei der kollegialität,als auch im cursus honorum..einer der ganz großen , der Römischen Geschichte: Gnaeus Pompeius Magnus.Er war nie Quästor, oder Prätor. Wurde aber, nachdem er jahrelang Rom als Feldherr gedient hatte, für das Jahr 70 v.C.mit seinem Kollegen Markus Crassus zum Konsul gewählt. Für das Jahr 52 v.C.wurde dann Pompeius, um die Diktatur zu vermeiden, zum Konsul sine collega gewählt. Dies geschah vor allen Dingen, um die Ruhe in Rom nach den Clodius' Mord wieder herzustellen. Nach etwa einem halben Jahr wurde sein Schwiegervater Metellus Scipio sein Mitkonsul.

GeschichteBearbeiten

Allerdings knöpfen die Befugnisse eines Konsuls anscheinend unmittelbar an die Machtbefugnisse eines Königs an. Die Amtsgewalt des Princeps (Kaisers) beruht unter anderem auch weitestgehend auf den Befugnissen eines Konsuls. Zwar bekleideten die Kaiser durchaus selbst immer wieder das Amt, jedoch entwickelte sich das Amt unter ihrer Herrschaft mehr und mehr zum Ehrenamt. Letztlich verblieb dem Konsul in der Kaiserzeit lediglich das Recht zur Einberufung des Senats. Allerdings erweiterten die Kaiser die Rechtssprechungskompetenzen. Ihre aktive Amtszeit wurde jedoch zunächst auf 4 Monate gekürzt und im 2. Jahrhundert sogar auf nur 2 Monate, um so möglichst viele Getreue des Kaisers in den immer noch angesehenen Posten bringen zu können. Hierbei genossen die beiden ersten Konsuln des jeweiligen Jahres ein höheres Ansehen als ihre nachfolgenden Kollegen.

QuelleBearbeiten

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