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Limes

Limes ist eine Bezeichnung für die in der Römische Kaiserzeit gegen Ende des 1. Jahrhunderts n.Chr.
Verlauf des Grenzwalles
Werder BremenHinzugefügt von Werder Bremen
errichteten Grenzwälle gegen die Germanen. Sie war eine militärische gesicherten Grenzanlagen des römischen Reiches, die als Kontrolleinrichtungen gegenüber Germanien dienten.

Nach Gründung der Römische Provinz Germania Superior um 85 n.Chr. begannen die Römer in der darauf folgenden Zeit, ihre rechtsrheinischen Besetzungen durch den Limes zu sichern. Durch Wälder, über Hügel wurde der Limes mit einer Grenzpalisade erbaut, die mit Türmen überwacht werden. Rund anderthalb Jahrhunderte bestand das Limessystem, ehe Rom sich 260 n.Chr. gezwungen sah, seine rechtsrheinisch stehenden Verbände abzuziehen, um innere Streit abzuwehren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Limes?? Bearbeiten

Ursprünglich bedeutete das Wort Limes [limes, ites m.] eine Bahn oder einen Weg, der etwas durchquert, gebahnter Weg, breite offene Bahn. Einen Feldweg bezeichnete das Wort "limes" in der römischen Landwirtschaft, insbesondere einen Weg, der die Besitzgrenze zwischen zwei Grundstücken trennt. Der limes ist 550 Kilometer lang und außen rum sind ebenfals 900 Wachtürme. Der Limes wurde im 1. Jahrhundert mit Holz gebaut und später mit Steinen ersetzt.

Aufbau und Verwendung Bearbeiten

Der Limes diente weniger der Abwehr der germanischen Stämme, war also keine Verteidigungslinie, sondern vielmehr die überwachte Markierung einer Grenze zwischen dem Römischen Reich und dem freien Germanien. Darauf weist allein schon die Tatsache hin, dass durchschnittlich nur etwa 50 Soldaten pro km am Limes stationiert waren.

Diese Grenzlinie schützte römisches Gebiet vor räuberischen Überfällen, hier kontrollierten die Römer den grenzüberschreitenden Handelsverkehr, der eine wichtige wirtschaftliche Grundlage für das Limeshinterland darstellte. Durch viele Durchgänge im Limes führten alte Handelswege aus den römischen Provinzen in das freie Germanien und umgekehrt. Einen ausgeprägten Handel mit den Germanen belegen archäologische Funde, die in Gebieten jenseits des Limes entdeckt wurden.

Geschichte Bearbeiten

Die Vorgeschichte des Limes beginnt mit den Kriegen des römischen Römischen Kaisers Domitian, der von 81 - 96 regierte, die Chatten, von 83 – 85 n.Chr. Sein Ziel war die endgültige Besetzung der fruchtbaren Wetterau. Um das Jahr 85 n. Chr. ließ Domitian offiziell die Römische Provinzen Germania superior und Germania inferior ausrufen. Zuvor schon hatte Tiberius Flavius Vespasianus, Kaiser von 69 bis 79 n.Chr., in den Jahren 75 n.Chr. das Gebiet zwischen dem Schwarzwald und der Wetterau besetzt. Kaiser Traian ließ schließlich um 100 n.Chr. zum Schutz vor möglichen Einfällen von Germanen erste Patrouillenwege entlang der Grenze anlegen. Dies gilt als der eigentliche Beginn des planmäßigen Ausbaus des Limes. Anfangs handelte es sich um eine von hölzernen Türmen aus mes errichten. Süberwachte Schneise. Deshalb wurden Kastelle im Hinterland geräumt und Truppen direkt an die Limeslinie verlegt.

Ab 120 n.Chr. kamen dann unter Kaiser Hadrian Palisaden aus Eichenholzstämmen zu den Schneisen hinzu, welche den Postenweg zusätzlich sicherten und die Grenzlinie wie eine hölzerne Mauer schlossen. Somit war es möglich, Zoll für Waren zu erheben, Warenströme zu kontrollieren und Zuwanderungen zu regulieren. Um die Mitte des 2. Jahrhunderts n.Chr. wurde die Grenzlinie unter Kaiser Antoninus Pius ein letztes Mal vorverlegt, der "Vordere Limes" zwischen Main und Rems wurde errichtet. Der endgültige Limesverlauf stand damit für immer fest.

Die Holztürme wurden nun am gesamten Limes durch Steintürme ersetzt und dort, wo es nötig war, ergänzt. Am vorderen Limes wurden die Türme gleich in Steinbauweise errichtet und erneut wurde ein Palisadenzaun gezogen. In der Provinz Obergermanien wurden gegen 180 n. Chr. als Ersatz für die verfallene Palisade Wall und Graben angelegt. In der Provinz Rätien dagegen wurde anstelle der Palisade bzw. des Holzzaunes eine steinerne Mauer von etwa drei Metern Höhe und einer Stärke von 1,00 bis 1,20 m errichtet und die Türme wurden in den Mauerverlauf integriert.

QuelleBearbeiten

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