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P. Cornelius Tacitus

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P. (Publius) Cornelius Tacitus
, oft nur Tacitus genannt, entstammte vermutlich der Gegend nördlich des Padus und wurde um das Jahr 55 n. Chr. geboren. Er studierte Rethorik, wahrscheinlich bei Quintilian und begann die senatorische Ämterlaufbahn. Tacitus wurde der Schwiegersohn von Agricola und brachte es unter den Kaisern der Flavier zur Praetur. Im Laufe des Jahres 97 n. Chr. wurde er Konsul. Zusammen mit Plinius d.J. klagte er 100 n. Chr. Marius Priscus wegen Plünderung der Provinz Asia und seiner Bewohner an. Berühmt ist er vor allem als Historiker und seine Werke gelten als eine der wichtigsten Quellen für die frühe Kaiserzeit.

Werke Bearbeiten

Tacitus behauptet von sich selbst mit Abstand und unparteiisch gegenüber der herrschenden Klasse zu schreiben und kritisiert gerade die Parteinahme für die eine oder andere Seite bei seinen Kollegen und Vorgängern. Dennoch zeigt seine Biographie, dass er durchaus an den Machtspielen beteiligt war und auch sein Werk ist nicht frei von persönlichen Wertungen, insbesondere gegen Domitian, dem der Autor wohl verübelt, dass dieser ihn in die Machtspiele und Wirren seiner Zeit hineingezogen habe. Dies äußerst sich auch darin, dass er Dinge, meist kritische Haltungen, anderer Autoren relativ unreflektiert in sein Werk eingebunden hat, zumal es seiner Sicht zupass kam.

Agricola Bearbeiten

Die Agricola beschreibt Taten seines Schwiegervaters für Kaiser und Vaterland. Es finden sich Elemente der moralisierenden Biographie ebenso darin, wie der Leichenrede, der Lobrede, aber auch geographisch und ethnographische Darstellungen und politischer Geschichtsschreibung. Eine beispiellose, wenn auch nicht untypische Mischung verschiedener Gattungen, welche der Historiographie ohnehin schon nahe standen.

Germania Bearbeiten

Berühmt ist auch die Germania, ein Werk über die berüchtigten Barbaren im Norden Roms. Ehtnographische und historische Elemente fließen auch hier ein. Auch die Germania besitzt eine belehrende Funktionen, indem der Autor die römische der germanischen Gesellschaft gegenüberstellt.

Historien Bearbeiten

Die Historien umfassen im Wesentlichen die Ereignisse vom Vierkaiserjahres bis zum Jahr 96 n. Chr., also dem Aufstieg und der Festigung der Flavier. Erhalten sind nur die ersten 5 Bücher, wobei sich die ersten drei mit den Wirren von 69 n. Chr. befassen. Des Weiteren werden die Aufstände der Bataver und Treverer in den Folgebänden behandelt, sowie generell die Ereignisse der Thronanwärter in Gallien und, der Ereignisse in Judäa.

Annalen Bearbeiten

Die Annalen sollten ursprünglich die Zeit vom Tode des Kaisers Augustus bis zum Ende Neros umfassen, wurden aber nie beendet.

Quellen Bearbeiten

  • Mehl A., Römische Geschichtsschreibung, S. 119f., Stuttgart 2001.

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