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Die Landwirtschaft war die sozio-ökonomische Grundlage der römischen Gesellschaft. Kleinbauern, die Bürger waren, gaben in der Republik gute Soldaten ab und waren die anschpruchslosesten Untertanen. Selbst während der größten Ausdehnung des Reiches kamen fünfundneunzig Prozent der staatlichen Einkünfte aus der Landwirtschaft. Seit den Punischen Kriegen begannen Latifundien an die Stelle der Kleinbauerhöfe zu treten. Diese Landgüter wurden gekauft mit dem Erlös der Beute, die bei Eroberungen gemacht worden war, und von Sklaven bewirtschaftet. Sie trugen zum Untergang des Freibauerntums bei und verhinderten unter anderem auch die Entwicklung und technische Verbesserung der Ackerbaugeräten. Während dem Bürgerkrieg zwischen Gaius Julius Caesar und Gnaeus Pompeius Magnus wurde ein Agrar-Gesetz eingeführt, dass keine große Dauer hatte, dies aber sollte den Bauern ihre Arbeit wiedergeben. Während der relativ stabilen Zeitspanne von Augustus bis Commodus produzierte diese Sklavenhaltung beruhende Wirtschaftsform gerade genug, um die eigene Existenz und den Bedarf der Städte mit ihren parasitären Oberschichten zu sichern. Im 2. bis 4. Jahrhundert belasteten die steigenden Kosten der Grenzkriege die Landwirtschaft durch Steuern und Rekrutierungen für die Armee immer mehr.

Roms ökonomische Basis zerfiel allmählich zu einer totalen Selbstversorgungswirtschaft, wie sie später auch das Mittelalter kennzeichnete. Die ersten Anzeichen dafür waren die herrenhofähnlichen Landgüter des 3. Jahrhunderts n. Chr.

Quelle Bearbeiten

  • Weltreiche Band 2

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