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Samniten

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Samnitenwar ein antikes Volk in Italien, das zu den Italikern und deren oskischer Sprachgruppe gehörte und in der Landschaft Samnium im gebirgigen Zentrum Mittel- und Süditaliens lebte. Zu den Samniten zählen die Stämme der Abellinaten, Alfaterner, Kaudiner, Pentrer, Frentaner und Hirpini. Der Sage nach waren sie eigentlich Sabiner, von denen sie sich im Zuge eines ver sacrum eines altitalischen Ritus, trennten: Die während dieses ver sacrum Geborenen mussten sich, wenn sie herangewachsen waren, neue Wohnsitze suchen; die diesem Ritus geweihten Kinder der Sabiner sollen sich bei ihrer Auswanderung der Führung eines heiligen Stieres anvertraut haben und von ihm nach Süden geführt worden sein, wo sie die Stadt Bovianum ihre Hauptstadt, gründeten.

Im 5. Jahrhundert v. Chr. drangen Samniten aus dem Bergland der Apenninen in die fruchtbaren Küstenebenen Kampaniens vor und vermischten sich dort mit Etruskern und bereits ansässigen Oskern zu dem samnitisch dominierten Volk der Kampaner. In den zwanziger Jahren des 5. Jahrhunderts v. Chr. bemächtigten sich die samnitischen Kampaner der Städte Capua, Cumae und Pompeji. Im 4. Jahrhundert v. Chr. gerieten die Kampaner mit den aus dem Bergland nachdrängenden Samniten in Konflikt und riefen Rom um Hilfe an. In dem sich daraus entwickelnden 1. Samnitenkrieg (343-341 v. Chr.) gelang es Rom, Kampanien gegen die Samniten aus den Bergen zu verteidigen. Auslöser des 2. Samnitenkrieges (326-304 v. Chr.) war die Vertreibung der Samniten durch die Römer aus Neapel, das sie kurz zuvor besetzt hatten. 321 v. Chr. brachten die Samniten den Römern bei Caudium östlich von Capua eine schwere Niederlage bei, von der sich Rom erst nach fünf Jahren wieder erholt hatte. Nach dem Wiederausbruch des Krieges errangen die Samniten zunächst einige weitere Siege und drangen sogar bis nach Latium vor; Rom auf der anderen Seite konnte seinen Einfluss in Kampanien wieder ausbauen (u. a. durch die Gründung von Kolonien und den Bau der Via Appia) und Samnium mehr oder weniger einkreisen und so ein weiteres Vordringen der Samniten verhindern. Waren die Samniten vor dem 2. Krieg noch die bevölkerungsreichste und schlagkräftigste (wenn auch politisch wenig geeinte) Einheit in Italien, so mussten sie nun ihren Status als potentielle Vormacht in Italien an Rom abtreten.

Zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. nutzten die Samniten Roms Engagement im Norden gegen Etrusker, Gallier und Umbrer zu einer neuerlichen Erhebung und lösten damit den 3. Samnitenkrieg (298-290 v. Chr.) aus. 295 v. Chr. mussten die Samniten bei Sentinum (heute Sassoferrato) eine schwere Niederlage hinnehmen; in der Folge stießen die Römer Zug um Zug in samnitisches Gebiet vor, verwüsteten es schließlich und zwangen die Samniten zur Beendigung des Krieges. Die Samniten blieben weiterhin von Rom unabhängig, waren nun allerdings auf Samnium beschränkt. Während der Punischen Kriege standen die Samniten mit Ausnahme einiger weniger Städte auf der Seite Roms. Erst zu Beginn des 1. Jahrhunderts v. Chr. erhoben sich die Samniten erneut gegen Rom: Im Bundesgenossenkrieg (91-88 v. Chr.) übernahmen sie die Führung im Kampf der italischen Bundesgenossen gegen Rom und setzten den Krieg noch fort, als sich der Großteil ihrer Verbündeten bereits Rom unterworfen hatte. 82 v. Chr. wurden die Samniten von Sulla endgültig unterworfen und in den römischen Staat eingegliedert.

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