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Tiberius

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Tiberius wurde im Jahre 42 v. Chr. als Tiberius Claudius Nero in Rom geboren. Er war der zweite römische Kaiser. Seine Herrschaft war mit 23 Jahren einer der längsten, die ein römsicher Kaiser hatte.

Biografie Bearbeiten

In seiner Kindheit musste Tiberius Claudius Nero aus Rom fliehen, weil sein Vater ein Caesarmörder war. 38 v. Chr. kehrten sie nach Rom zurück, zwang der römische Kaiser Augustus Tiberius' Eltern zur Scheidung, weil er selbst Tiberius' Mutter Livia heiraten wollte. Dadurch wurde Tiberius der Stiefsohn von Kaiser Augustus. Durch diese Ehe kam ein Sohn heraus, ein Bruder für Tiberius. Tiberius bekam durch eine gute römische Bildung das Senatorenamt mit 19 Jahren übertragen.
Tiberius Büste.jpg

Eine Tiberiusbüste; Urheber: George Shuklin; Lizenz: Creative Commons

Er setzte sich auch schnell im Militär durch und bekam im Jahr 25 v. Chr. als Offizier im Cantabrischen Krieg. Er wurde im Laufe der Zeit zu einem sehr fähigen und erfolgreichen Feldherren. Er eroberte während der Herrschaft seines Stiefvaters das Alpengebiet. Nach dem Tod seines Bruders übernahm er dann auch das Kommando über die germanischen Feldzüge. Im Jahr 6 v. Chr. gabTiberius sein Amt auf, zog sich nach Rhodos zurück und lebte dort bis 2 n. Chr. in freiwilliger Verbannung. Die Gründe waren, dass er seine Zwangsehe nicht akzeptiert, aber auch, dass sein jüngere Bruder das Amt des Kaiser bekommt als er. Danach kehrt er nach Rom zurück, dort wurde ihm keinerlei politische Macht mehr übertragen. In den nächsten zwei Jahren verstarben alle Thronfolger des Kaisers. Deswegen musste Augustus einen Nachfolger adoptieren. Auch durch Betreiben seiner Mutter Livia, Augustus' Frau, wurde Tiberius in die kaiserliche Familie aufgenommen. Er erhielt die tribunicia potestas und das proconsulare maius. Damit besaß er nun alle wichtigen Befehlsgewalten, die er benötigte, um Augustus als Kaiser zu folgen. Kurz danach begab er sich wieder als Feldherr nach Germanien und Pannonien und eroberte dort weitere Gebiete. Als Augustus im Jahr 14 n. Chr. starb, übernahm Tiberius die Macht.

Im Jahr 16 n. Chr. zog er alle Truppen von der rechten Seite des Rhein zurück und sichte die Grenze.

In seiner Ehe verstarb sein erster Sohn, danach adoptierte er seinen Neffen Germanicus, der aber auch nicht viel länger lebte. Tiberius rechtmäßiger Nachfolger war damit Gaius Caligula, der Sohn des Germanicus.

Im Jahr 26 n. Chr. zog sich Kaiser Tiberius auf die Insel Capri zurück. Er überließ seinem Vertrauten Seianus weitgehend die Regierungsgeschäfte in Rom. Seianus sah dadurch die Chance nach Tiberius' Tod selbst Kaiser zu werden. Sejanus fing aber schnell an, die Macht an sich zu reißen und Ambitionen zu zeigen, selbst Kaiser zu werden. Tiberius hat davon nur wenig mitbekommen, da er auf Capri sehr zurückgezogen lebte und die Prätorianer, deren Kommandant Sejanus war, die einzige Verbindung zwischen Tiberius und der Außenwelt darstellten. Sejanus ließ sich immer mehr wie ein Kaiser verehren und begann damit, gegen mögliche Erben Tiberius' vorzugehen. Antonia Minor, die Witwe von Tiberius' Bruder Drusus, sorgte schließlich dafür, dass gegen Tiberius gegen Sejanus vorging, indem sie ihm einen Plan vorwarf, um Gaius Caesar zu ermorden. Sejanus wurde schließlich 31 mitsamt seiner Familie zum Tod durch Erhängen verurteilt, danach wurde er verbrannt und die Asche in den Tiber geworfen.

Im Jahr 37 n. Chr. verstarb Tiberius. Der Leichnam des Kaisers wurde verbrannt und in das gleiche Grab wie der verstorbene Kaiser Augustus gebracht. Sein Nachfolger wurde Caligula

Bewertung Bearbeiten

Die antiken Historiker wie Tacitus, Sueton oder Cassius Dio stellen Tiberius als einen grausamen Tyrannen dar. Sie werfen ihm vieles vor, u.a. Blutrünstigkeit und Sadismus. Auch werden ihm von den einzelnen Autoren unterschiedliche Untaten jeglicher Art unterstellt, besonders in seiner Zeit auf Capri.

Ihr Urteil wird in der modernen Forschung angezweifelt. Zum einen beziehen sich die Historiker auf gemeinsame Quellen, die heute nicht mehr erhalten sind. Zum anderen schreiben die Historiker nicht unparteiisch. Ihre Werke sind an den Adel und die Senatoren gerichtet und vertreten daher auch deren Standpunkt.

Man hält Tiberius heute vor allem seine gute Finanzpolitik zu Gute. Er war ein sehr geschickter Verwalter, der bei seinem Tod ein riesiges Vermögen in der Staatskasse hinterließ. Auch scheint es positiv, dass er sehr bescheiden war und er keine aufwendigen Ehrungen wollte. Allerdings kritisiert man ihn für seine Schwächen im Umgang mit Menschen, vor allem mit dem Senat. Fehlende Menschenkenntnis und der Widerwille, sich mit dem Adel auseinanderzusetzen führten schließlich zum Konflikt zwischen Tiberius und den Senatoren.

Es gibt kaum Quellen, die einigermaßen objektiv von Tiberius berichten. Daher ist es schwer, zu einem eindeutigen Bidl zu kommen. Das überlieferte Bild des grausamen Ungeheuers scheint aber auf jeden Fall unglaubwürdig.

Quelle Bearbeiten

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